Gesundheitsforum Moers, Inh. Brigitte Dilkrath


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Bulimia

Essstörungen


Die Bulimia wird auch als Ess-Brech-Sucht bezeichnet und äußert sich in Heißhungerattacken mit anschließendem selbstinduziertem Erbrechen, oder Einnahme von Abführmitteln und/oder Entwässerungsmitteln. Patientinnen stopfen in kurzer Zeit riesige Mengen Lebensmitteln in sich hinein, um dann unter starkem Leidensdruck und Schuldgefühlen alles möglichst schnell wieder loszuwerden und so ungesehen zu machen. Solche Attacken können sich 8-15 mal pro Tag ereignen. Das Gewicht der Bulimekerin entspricht dem gängigen Schönheitsideal und das zu geringe Selbstwertgefühl ist hinter der perfekten Fassade nur schwer zu erkennen.
Auch bei dieser Form der Essstörung bietet sich eine psycho- und ernährungstherapeutische Begleitung an!

  • Merkmale für die Diagnose Bulimia nach DSM IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders):

- wiederholte Episoden von "Fressattacken"
- Verzehr von riesiger Nahrungsmenge in kurzer Zeit, die erheblich höher liegen als die Menge, die Menschen in einem vergleichbaren Zeitraum essen würden
- Gefühl, während der Fressattacke, die Kotrolle über das Essverhalten zu verlieren
- wiederholte Anwendung von unangemessenen, einer Gewichtszunahme gegensteuernden Maßnahmen (Erbrech, Abführen, Entwässern)
- die Fressattacken und das unangemessene Kompensationsverhalten kommen drei Monate lang im Durchschnitt mindestens 2 x pro Woche vor
- Figur- und Körpergewicht haben einen übermäßigen Einfluss auf die Selbstbewertung

  • Mögliche Folgeschäden der Bulimia:


- Schwellungen der Speicheldrüsen
- Zahnschmelzschäden
- Speiseröhrenrisse
- Schluckbeschwerden
- Magenwandperforation
- Kalium-, Magnesiummangel
- Nierenschäden
- Herzrhythmusschäden
- Müdigkeit
- Ausbleiben der Regelblutung


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