Essstörungen
Diese Form der Essstörung wird auch als Esssucht bezeichnet und die Patientinnen sind eher übergewichtig bis stark übergewichtig und zeichnen sich durch ein Zuviel-essen, häufiges Diäthalten und durch Fressanfälle aus. Bei Esssüchtigen Menschen dient das Fett dazu, Gefühle zu überdecken oder erst gar nicht wahr zu nehmen. Gefühle wie Wut, Trauer, Überforderung, Angst und Schwäche werden heruntergeschluckt, und das Essen wird so zum fehlenden nie gelernten Umgang mit Gefühlen. Esssüchtige sorgen gut für andere, nehmen sich selbst keinen Raum, dehnen sich dafür körperlich aus.
Eine psychologische und ernährungstherapeutische Begleitung ist zu empfehlen.
- wiederholte Essanfälle (mehr als übliche Verzehrsmengen, das Gefühl des Kontrollverlustes)
- mindestens drei der folgenden Kriterien: sehr viel schnelleres Essen als normal; Essen bis zu unangenehmen Völlegefühlen; Aufnahme größerer Nahrungsmengen, obwohl nicht hungrig; Alleine Essen aus Scham und Peinlichkeit, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, Depressivität nach Fressanfällen
- deutliche Stressbelastung wegen der Fressanfälle
- durchschnittlich mindestens zwei Fressanfälle pro Woche über mindestens drei Monaten
- es werden keine Gegenmaßnahmen zur Verhinderung der Gewichtszunahme durchgeführt
- Bluthochdruckerkrankungen
- Diabetes mellitus
- Gallensteine
- Gelenkleiden und Wirbelsäulenschäden
- Leberschäden
- erhöhte Rate der Abzessbildung
- Atemstörung
- Schlafapnoe
- Überlastung des Herzens und des Kreislaufs